Tacq

Sicherheitsnummer

Dein Gespräch ist verschlüsselt: Es kann weder auf dem Server noch unterwegs gelesen werden. Aber die Verschlüsselung lässt eine Frage offen, und sie ist nicht klein: Schreibst du der richtigen Person?

Stell dir vor, jemand stellt sich dazwischen und gibt dir seine Schlüssel statt der deines Gegenübers. Das Gespräch bleibt verschlüsselt — nur eben jetzt für ihn. Von außen sieht alles völlig normal aus.

Genau dafür gibt es die Sicherheitsnummer. Das sind sechzig Ziffern, berechnet aus deinen Schlüsseln und denen deines Gegenübers. Ihr beide bekommt dieselbe Nummer. Vergleicht ihr sie und sie stimmen überein, steht niemand dazwischen.

Wo du sie findest

Meine Kontakte → die Person → Sicherheitsnummer.

So vergleichst du

Vergleiche sie nicht im Gespräch selbst: Wer daran herumpfuscht, pfuscht auch an den Ziffern herum. Nimm einen Weg, auf dem du die Person sicher erkennst:

  • Laut vorlesen. Lest die Ziffern persönlich oder bei einem Anruf vor. Sie sind absichtlich in zwölf Fünfergruppen geteilt, damit ihr nicht durcheinanderkommt.
  • Per Code. Seid ihr zusammen, öffnet beide diesen Bildschirm und tippt auf „Seinen Code scannen“. Die App sagt, ob es übereinstimmt.

Stimmt es, tippe auf „Als überprüft markieren“. Die Markierung bleibt in der Kontaktkarte.

Die Markierung bleibt auf diesem Gerät

Sie wird nirgendwohin gesendet — weder an Tacq noch an dein Gegenüber. Es ist deine eigene Feststellung: Du hast die Ziffern mit eigenen Augen verglichen, auf genau diesem Telefon. Auf einem anderen deiner Geräte musst du sie erneut vergleichen.

Wenn sich die Nummer geändert hat

Der Bildschirm zeigt das mit einem roten Streifen: Die heutige Nummer ist nicht die, die du überprüft hast.

Meist ist der Grund harmlos:

  • dein Gegenüber hat das Telefon gewechselt oder die App neu installiert;
  • es hat sein Konto mit einer Wiederherstellungsphrase zurückgeholt;
  • seine Schlüssel haben sich nach dem Verlust eines Geräts geändert.

Aber ein Identitätsbetrug sieht genauso aus. Deshalb:

  1. Schick nichts Heikles, bis du weißt, was los ist.
  2. Vergleicht die Nummer erneut — laut oder per Code, und nicht in diesem Gespräch.
  3. Stimmt sie überein, markiere sie wieder als überprüft. Stimmt sie nicht und dein Gegenüber sagt, es habe nichts geändert, kann man diesem Gespräch nicht trauen.

Was die Sicherheitsnummer nicht tut

  • Sie schützt dich nicht vor jemandem, der das entsperrte Telefon deines Gegenübers in der Hand hat: Für das Gerät ist das dieselbe Person.
  • Sie sagt dir nicht, wer im echten Leben vor dir steht. Sie sagt nur eins: Seit der Minute, in der ihr die Ziffern verglichen habt, sprichst du mit demselben Gerät und denselben Schlüsseln.

Aktualisiert: 22. September 2026

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