Tacq

Wenn du dein Telefon verlierst

Deine Nachrichten leben auf deinem Telefon (oder auf deinem Computer, wenn du den nutzt). Auf dem Server liegen sie nicht: Sobald eine Nachricht bei dir ankommt, löscht der Server sie. Auch das Passwort deines Kontos kennt Tacq nicht: Auf dem Server liegt nur ein nicht umkehrbarer Fingerabdruck davon.

Das ist Absicht: Was nicht auf dem Server liegt, kann dort nicht verloren gehen, herausgegeben oder gestohlen werden. Es hat aber eine Kehrseite: Geht das Telefon verloren, kaputt oder verliert es seinen Speicher, sind deine Gespräche und dein Zugang zum Konto mit weg.

Gegen diese beiden Probleme gibt es zwei getrennte Absicherungen. Keine ersetzt die andere — am besten hast du beide.

Die Wiederherstellungsphrase bringt den Zugang zum Konto zurück

Vierundzwanzig englische Wörter, die die App einmal anzeigt. Schreib sie auf Papier ab.

Telefon verloren? Nimm ein neues, gib deine Master ID und diese Wörter ein, und du bist wieder in deinem Konto und deinen Sitzungen. Die App bittet dich dabei, ein neues Passwort festzulegen, ein altes musst du dir also nicht merken.

Gut zu wissen:

  • Die Phrase lässt sich nur im Voraus aufschreiben. Ist das Telefon weg, gibt es nichts mehr, woraus man sie holen könnte.
  • Du richtest sie auf deinem Hauptgerät ein — dem Gerät, auf dem du das Konto angelegt hast. Du findest sie unter „Mein Profil“ → „Wiederherstellungsphrase“.
  • Tacq kennt diese Wörter nicht und wird dich nie danach fragen. Bittet dich jemand, sie zu schicken, ist das nicht Tacq.
  • Wer dein Papier hat, kommt in dein Konto. Bewahre es auf wie deinen Wohnungsschlüssel — und nicht auf dem Telefon selbst: Ein Foto oder eine Notiz dort verschwindet mit dem Telefon, und ein Dieb bekommt sie.
  • Schreib deine Master ID daneben: Ohne sie helfen die Wörter nicht.
  • Trennst du eines der Geräte, die du verbunden hattest, funktioniert die aufgeschriebene Phrase nicht mehr. Das ist Absicht: Das Trennen ändert den gemeinsamen Schlüssel deiner Geräte, damit das getrennte deine Daten nicht mehr lesen kann, und die Phrase enthält den Schlüssel so, wie er am Tag des Aufschreibens war. Die App sagt es dir — schreib eine neue Phrase auf; das alte Papier brauchst du nicht mehr.

Die Wiederherstellungsphrase bringt deine Gespräche, dein Kontaktbuch und die Aliasnamen deiner Gesprächspartner nicht zurück: Sie lagen nur auf deinen Geräten, auf dem Server gibt es sie nicht. Zurück bringt sie das Archiv.

Das Archiv bringt deine Gespräche zurück

Das Archiv ist eine einzige Datei mit deinen Gesprächen, verschlossen mit einem Passwort, das du selbst wählst. Erstelle es unter „Mein Profil“ → „Gesprächsarchiv“.

  • Enthalten: Nachrichten, deine Sitzungen, Kontaktkarten und die Aliasnamen deiner Gesprächspartner.
  • Nicht enthalten: dein Passwort und die Schlüssel des Kontos — eine Datei, die in falsche Hände gerät, darf nicht zugleich der Zugang zu deinem Konto sein.
  • Auch Fotos, Sprachnachrichten, Videos und Dateien, die auf dem Gerät gespeichert sind, kommen hinein — die Datei kann also groß werden.
  • Eine Datei auf demselben Telefon verschwindet mit ihm. Kopiere sie woandershin: auf einen Computer, einen USB-Stick, einen Cloud-Speicher.
  • Direkt nach dem Erstellen bietet die App an, das Archiv zu prüfen — überspringe das nicht. Eine Datei, die nie jemand geöffnet hat, ist kein Archiv, sondern eine Hoffnung.
  • Das Passwort des Archivs kann niemand wiederherstellen, auch Tacq nicht: Vergisst du es, lässt sich die Datei nicht öffnen.

Das Archiv bringt den Zugang zum Konto nicht zurück.

Keine Phrase, und das Telefon ist schon weg

Alles hängt an einer Frage: Erinnerst du dich an deine Master ID und dein Passwort?

Du erinnerst dich an das Passwort — das Konto lässt sich retten

Dann ist nicht das Konto verloren, nur die Schlüssel: Sie lagen auf dem verschwundenen Telefon. Die App meldet weiter „Dieses Gerät ist nicht verbunden“, und es gibt nichts, womit man es verbinden könnte — verbinden kann nur das Hauptgerät, und das gibt es nicht mehr.

Aus dieser Sackgasse gibt es einen Ausweg: „Einstellungen“ → „Fehlerbehebung“ → „Das Hauptgerät ist verloren“. Die App erstellt neue Schlüssel für das Konto anstelle der verlorenen.

Den Preis siehst du auf dem Bildschirm, bevor du tippst, und er ist echt:

  • alle bisherigen Geräte werden getrennt;
  • Nachrichten, die dich noch nicht erreicht hatten, gehen verloren — es gibt nichts mehr, womit man sie entschlüsseln könnte;
  • deine Kontakte sehen eine andere Sicherheitsnummer (siehe Sicherheitsnummer: sichergehen, dass es wirklich die Person ist) — das sieht genau wie ein Identitätsbetrug aus. Ihr müsst die Nummern erneut vergleichen, und du solltest sie am besten vorwarnen;
  • die Gespräche, die schon auf diesem Gerät liegen, bleiben, wo sie sind.

Schreib gleich danach eine neue Wiederherstellungsphrase auf und vernichte das alte Papier: Es enthält die alten Schlüssel, passt nicht zu den neuen und kann das Konto nicht mehr zurückbringen. Die App sagt es selbst — die Zeile lautet „Die alte Phrase funktioniert nicht mehr“.

Auch das Passwort ist weg — es gibt nichts zurückzuholen

Dann kann niemand helfen, auch Tacq nicht: Auf dem Server liegt nichts von dir. Tacq hat nie nach Telefonnummer oder E-Mail gefragt, also gibt es auch nichts, womit sich beweisen ließe, dass das Konto dir gehört.

Bleibt, ein neues Konto anzulegen und mit deinen Kontakten erneut Einladungen auszutauschen. Deshalb schreibt man die vierundzwanzig Wörter am ersten Tag auf, nicht am Tag des Unglücks.

Aktualisiert: 22. September 2026

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